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#1

Motive der Weltliteratur

in Über das Schreiben 31.12.2010 18:11
von timklueck | 151 Beiträge

Eine schöne Auflistung von Romanmotiven gibt es zu dem Sachbuch:

"Motive der Weltliteratur: Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte"
von Elisabeth Frenzel, aufgelistet von Christoph Kepper

Welche Motive verwendet ihr in euren Projekten? Welche reizen euch?


Alte, Der verliebte
Amazone
Arkadien
Bediente, Der überlegene
Bettler
Blutrache
Brüder, Die verfeindeten
Doppelgänger
Duell
Einsiedler
Fernidol, Das heimgeholte
Frau, Die verschmähte
Frauenraub, Frauennötigung
Freierprobe
Freundschaftsbeweis
Gattenehre, Die verletzte
Gattin, Die verleumdete
Gegner, der unerkannte
Goldgier, Geldgier
Gott auf Erdenbesuch
Gottesurteil
Hahnrei
Heimkehrer
Herkunft, Die unbekannte
Herrscher, Der beschämte
Hochstapler
Inseldasein, Das erwünschte und das verwünschte
Inzest
Keuschheitsgelübde
Kurtisane, Die selbstlose
Liebesbeziehung, Die heimliche
Liebeskonflikt, Der herkunftsbedingte
Märtyrer
Mann zwischen zwei Frauen
Mensch, Der künstliche
Menschenfeind
Mißvergnügte, Der
Mond, Der
Narr, Der weise
Nebenbuhlerschaft
Räuber, Der gerechte
Rebell
Ruinen
Schelm, Picaro
Sonderling
Spieler
Stadt, Die
Teufelsbündner
Tyrannei und Tyrannenmord
Unterweltsbesuch
Vater-Sohn-Konflikt
Vatersuche
Verführer und Verführte
Verführerin, Die dämonische
Verräter
Weissagung, Vision, vorausdeutender Traum
Wilde, Der edle
Zigeuner


zuletzt bearbeitet 31.12.2010 18:14 | nach oben springen

#2

RE: Motive der Weltliteratur

in Über das Schreiben 30.04.2011 13:55
von timklueck | 151 Beiträge



Beim Schmökern in der „Ferienhausbibliothek“ bin ich auf Marilyn Frenchs Roman „Vater Unser“ gestoßen.

Die Beschreibung passte sehr gut zu der Art von Geschichten, die starke Kontraste und Bindung zwischen den Hauptfiguren als Motor ihrer Dramaturgie nutzen:


Quelle: Marilyn French, "Vater Unser", 2. Auflage 1996, Albrecht Knaus Verlag



1. Kontrast:
Vier Frauen, die unterschiedlichster nicht sein können:
die Coole, Beherrschte, Harte vs. die Warme, Gefühlvolle, Weiche,
die Spirituelle,
die Außenseiterin

2. Bindung:
Sie sind Schwestern und wurden alle vom Patriarchen der Familie beherrscht, körperlisch, wie auch seelisch in ihrem Innersten tiefst verletzt.
Ein Vater, der nur eines will – einen männlichen Enkel als Erben.

3. Anlass:
Der Vater erleidet einen Schlaganfall und wird zum Pflegefall.
Die vier Schwestern holen ihn nach Hause.


Die vier Schwestern prallen aufeinander, schwere Konflikte zwischen Schwestern und der Umgang mit ihren verletzten Gefühlen sind vorprogrammiert. Diese Charakter-Unterschiede, die gemeinsame Vergangenheit und der Hass gegen den Vater, sind Thema des Romans.

Es kommt zu einem Tribunal über den gelähmten Vater.

Ich habe bisher nur einige Kapitel des Romans gelesen, aber die Ausgangssituation ist ein gutes Beispiel wie aus Kontrast und Bindung zwischen Figuren dramatische Geschichten wachsen.

Vielleicht findet ihr ja auch weitere Beispiele aus Literatur oder Film und möchtet sie hier anfügen.


zuletzt bearbeitet 30.04.2011 20:06 | nach oben springen

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